
Die Unsicherheit zwischen „alle beide“ und „alle zwei“ gehört zu den häufigen Fallen des geschriebenen Französisch. Die korrekte Form im Maskulinum ist „alle beide“, mit einem -s am Ende. Im Femininum schreibt man „alle beide“. Die Schreibweise „alle zwei“ ohne -s ist ein Fehler, unabhängig vom Kontext.
Diese Regel basiert auf der Funktion des Wortes „tout“ als unbestimmter Artikel, der sich in Geschlecht und Zahl mit dem Nomen oder Pronomen, das er begleitet, anpasst. Dieses Mechanismus zu verstehen, ermöglicht es, keine Unsicherheiten mehr zu haben, auch in komplexeren Konstruktionen.
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Übereinstimmung von „tout“ vor einem pluralen Artikel: der grammatikalische Mechanismus
Das Wort „tout“ ändert seine Form je nach Funktion im Satz. Wenn es einem bestimmten Artikel (le, la, les) vorangestellt wird, gefolgt von einem Nomen oder Pronomen, spielt es die Rolle eines unbestimmten Artikels. In dieser Eigenschaft passt es sich in Geschlecht und Zahl dem Element an, das es bestimmt.
Vor „les deux“ bezeichnet die Gruppe eine pluralisierte Menge. Der Artikel „tout“ nimmt daher die Pluralform an: „tous“ im Maskulinum, „toutes“ im Femininum. Die Form „tout les deux“ ist inkorrekt, weil sie ein Singular (tout) mit einem Plural (les deux) verbindet.
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Ein detaillierter Leitfaden erklärt die Logik hinter der Übereinstimmung von alle beide oder alle beide auf Recommandons, mit konkreten Beispielen zur Einprägung der Regel.
Was die Orientierung verwirrt, ist, dass „tout“ auch als unveränderliches (oder fast unveränderliches) Adverb in anderen Konstruktionen existiert. In „elles sont tout étonnées“ ist „tout“ ein Adverb und passt sich nicht auf die gleiche Weise an. Die Verwirrung zwischen diesen Verwendungen erklärt einen großen Teil der Fehler.

Maskulinum, Femininum, gemischt: wie man „alle beide“ je nach Geschlecht anpasst
Die Regel zur Übereinstimmung folgt dem klassischen Schema des Französischen.
- Zwei männliche Referenten oder eine gemischte Gruppe (männlich + weiblich): man schreibt „alle beide“, mit „tous“ im maskulinen Plural. Beispiel: „Marc und Julie sind alle beide heute Morgen gegangen.“
- Zwei weibliche Referenten: man schreibt „alle beide“, mit „toutes“ im femininen Plural. Beispiel: „Meine beiden Schwestern sind alle beide gestern angekommen.“
- Wenn das Geschlecht der Referenten im Satz nicht eindeutig ist, hat das Maskulinum nach traditioneller Grammatik Vorrang. Diese Konvention wird manchmal in Diskussionen über inklusive Sprache angefochten, bleibt jedoch die Norm in den Referenzgrammatiken.
Die häufigste Falle betrifft gemischte Gruppen. Sobald ein einziges männliches Element vorhanden ist, erfolgt die Übereinstimmung im maskulinen Plural. „Paul und Marie sind alle beide betroffen“ ist die einzige korrekte Schreibweise.
„Alle beide“ oder „alle beide“: umgangssprachlich und gehoben
Beide Formen sind grammatikalisch korrekt, gehören jedoch nicht zum gleichen Register. „Alle beide“ ist die Standardform, die sowohl mündlich als auch schriftlich in der Alltagssprache verwendet wird. „Alle beide“ (ohne den Artikel „les“) wird als literarischer, gehobener wahrgenommen.
Dokumentierte Diskussionen in spezialisierten Foren bestätigen diese Unterscheidung. Man trifft „alle beide“ häufiger in erzählerischen Texten, formellen Korrespondenzen oder Essays. In einer professionellen E-Mail oder einem Gespräch bleibt „alle beide“ die natürliche Wahl.
Die gleiche Logik gilt für das Femininum: „alle beide“ ist gehobener als „alle beide“. Die Bedeutung ändert sich nicht, nur das Sprachniveau variiert. Die Wahl hängt vom Kontext des Schreibens ab, nicht von einer Regel der Korrektur.
Erweiterung auf andere Zahlen: alle drei, alle vier
Die konkurrierenden Artikel beschränken sich fast immer auf „zwei“, aber die Logik der Übereinstimmung funktioniert identisch für andere kleine Zahlen. Man schreibt „alle drei“, „alle drei“, „alle vier“, „alle vier“, wobei das gleiche Prinzip der Übereinstimmung in Geschlecht beachtet wird.
Der Wert dieser Ausdrücke ist der eines Sets. „Sie sind alle drei diplomiert“ bedeutet, dass jeder der drei, ohne Ausnahme, ein Diplom hat. Das Weglassen des Artikels bleibt in einem gehobenen Register möglich: „alle drei“, „alle vier“.
Diese Erweiterung ist nützlich zu wissen, da sie zeigt, dass die Regel kein isolierter Fall ist, der mit der Zahl zwei verbunden ist. Es ist ein regelmäßiger grammatikalischer Mechanismus, der anwendbar ist, sobald man eine zählbare Gruppe bezeichnet, die von „tout“ eingeleitet wird.
Unterscheidung zwischen „tout“ Adverb und „tout“ Artikel: die Quelle der Fehler
Die Mehrheit der Fehler bei „alle beide“ resultiert aus einer Verwirrung zwischen zwei Verwendungen des Wortes „tout“.
Als Artikel passt sich „tout“ immer dem Nomen oder Pronomen an: tous (maskuliner Plural), toutes (femininer Plural), tout (maskuliner Singular), toute (femininer Singular). Das ist der Fall in „alle beide“, „den ganzen Tag“, „alle Morgen“.
Als Adverb bedeutet „tout“ „vollständig“ oder „komplett“. Es ist grundsätzlich unveränderlich: „sie sind ganz zufrieden“. Die Ausnahme betrifft feminine Adjektive, die mit einem Konsonanten oder einem aspirierenden h beginnen, wo das Adverb aus phonetischen Gründen die feminine Form annimmt: „sie sind alle zufrieden“ (das -s und das -e ermöglichen die Liaison).
- „Tout“ Artikel vor „les deux“: obligatorische Übereinstimmung in Geschlecht und Zahl. „Alle beide“, „alle beide“.
- „Tout“ Adverb vor einem Adjektiv: unveränderlich, außer im Femininum vor Konsonant oder aspirierendem h. „Ganz glücklich“, „ganz überrascht“.
- „Tout“ Pronomen („alle sind gekommen“): variabel in Geschlecht und Zahl, und das -s von „tous“ wird in diesem Fall ausgesprochen.
Diese Unterscheidung zwischen Adverb und Artikel ist der wahre Knotenpunkt der Schwierigkeit. Sobald man die Funktion von „tout“ im Satz identifiziert, wird die Übereinstimmung mechanisch.

Das nächste Mal, wenn die Unsicherheit auftritt, ist die zu stellende Frage einfach: „Begleitet „tout“ eine pluralisierte Gruppe, die durch einen Artikel eingeführt wird? Wenn ja, nimmt es die Pluralform an. Im Maskulinum ist „alle beide“ mit einem -s die einzige korrekte Form. Im Femininum „alle beide“ mit -es. Keine Ausnahmen, keine besonderen Fälle.